Gibt es nun einen neuen Frühjahrsklassiker in Bonn? Die Strecke und das Wetter erinnerten durchaus an „Amstel Gold Race“: Naß-kaltes Frühjahrswetter, kleine Wege abseits der großen Straßen, manchmal noch bedeckt mit Matsch, knackige Steigungen – aber bei uns gab es kein Publikum und nur ein einziges Begleitfahrzeug. Und unsere Tour heißt „Vom Rhein zur Wied“ (und natürlich wieder zurück…)

Fünfzehn Herren in zwei Gruppen ließen sich nicht von den widrigen Umständen abschrecken und starteten am Samstagmorgen um 10 Uhr bei Sport Fahrrad Hübel in Bonn-Oberkassel: über Küdinghoven nach Holzlar, dort die ehemalige, seit der Beseitigung des Kopfsteinpflasters nur noch 11% steile „Hölle von Roleber“ hinauf, über Stieldorf nach Bockeroth (zweite Steigung) hinunter über Jüngsfeld (erster der kleinen Wege) nach Uthweiler und gleich wieder aus dem Tal heraus, aber nicht wie gewohnt über die Tria-Strecke, sondern wieder schön steil über Blankenbach direkt in Richtung Westerhausen. Die kleinen Wellen in Rübhausen, Putzstück und Wiersberg und die rasante Abfahrt hinunter nach Dahlhausen bieten ein wenig Entspannung, bevor es über den nicht sehr bekannten kleinen Weg über die Serpentinen aus den Hanfbachtal heraus nach Priestersberg und Kölsch-Büllesbach ging. Dort gab es aber kein Kölsch (wer mag das schon bei dem kalten Wetter), sondern wiederum eine kleine Abfahrt nach Mendt.

Der Baustellen-Matsch derzeit ist wenig erfreulich für Rennradfahrer ohne Schutzblech. Weiter geht es über die kleine Straße nach Griesenbach und – endlich – über eine normale Landstraße nach Asbach, Heide und Altenburg hinunter ins schöne Wiedtal. Ein kurzes Stück hinein nach Neustadt/Wied zur ARAL-Tankstelle von Jürgen Menzenbach zum „Auftanken“, Aufwärmen und Abstempeln. Ein Teil der Leute wählte von hier den direkten Weg zurück nach Bonn über Windhagen und Bad Honnef, der Rest kletterte aus dem Wiedtal hinauf nach Ehrenberg (wieder einige Serpentinen) und Ober-Etscheid. Ein kurvenreicher kleiner Weg quert von dort ein schönes Tälchen und führt nach kurzer Kletterpartie nach Hüngsberg und Windhagen. Dann ging es weiter über schöne Wellen an Stockhausen vorbei nach Germscheid, hinauf zum Flugplatz und nach Eudenbach. Nochmals hinunter und wieder hinauf nach Röstingen, Kochenbach und Brüngsberg, mittlerweile voll in einem Regenschauer. Hinunter über die schnelle Abfahrt nach Nonnenberg, dann weg von der Hauptstraße hinauf nach Ruttscheid und Hasenboseroth hinüber zum Ortseingang von Oberpleis. Ein Stück Landstraße und Tria-Strecke, dann schnelle Abfahrt nach Stieldorf, dort durchs Wohngebiet und einen letzten Anstieg auf dem Wirtschaftsweg nach Vinxel. Noch einmal Konzentration auf der kurvigen Abfahrt nach Oberkassel und locker zurück zum Laden von Christine und Marcus, wo wir mit erfrischenden Getränken und Gummibärchen erwartet wurden – und alle waren trotz der Anstrengungen wieder glücklich.

Das Höhenprofil kann sich sehen lassen – insgesamt standen 1.260 Meter auf einer Strecke von 81 Kilometern auf Markus‘ Tacho:

Die Saison wird sicher noch viele schöne und sonnige Tage bringen – und noch viele Gelegenheiten, die Tour auch mal auszuprobieren. Die Details dazu gibt hier auf unserer Info-Seite.

Und hier noch einige Fotos: