5. Etappe: Guillestre–Briançon–Guillestre

Campingplatz: Saint James Le Pin – Der Campingplatz bietet ein großes Angebot an Aktivitätsmöglichkeiten für Camper. Die Sanitätsbereiche sind gepflegt. Das Rauschen des naheliegenden Baches ist gewöhnungsbedürftig. Auf dem Campingplatz gibt es aber einen kleinen Laden, einen WLAN-Zugang und einen Fernsehraum.

Familien mit Kindern würde ich in der gleichen Preislage folgenden Campingplatz in Eygliers, etwas nördlich von Guillestre, empfehlen: Les Iscles. Hier besteht die Möglichkeit in einem flachen Badesee zu schwimmen, Kanu zu fahren oder auf einem naheliegenden Reiterhof zu reiten.

Strecke: Guillestre-Briançon-Guillestre – Da ich den Col de l’Izoard (2360 m) – es existieren noch die Schildervarianten „Col Izoard“ und „Col d’Izoard“ – schon mal von Briançon auf der Nordseite befahren hatte, habe ich mir diesmal einen 83,9 km Rundkurs über die  wesentlich schwere Südauffahrt ausgedacht. Diesen Anstieg würde ich definitiv nur mit der Ausstattung einer Kompakt- oder Dreifachkurbel empfehlen. Der Rückweg von Briançon nach Guillestre erfolgt über die N94. Alternativ kann bei Prelles auf die D4, D994E, D138A, D38 und D37 ausweichen, um dem Transitverkehr auf der N94 zu entgehen. Die Tunnel auf der D907 hinter Guillestre sind beleuchtet. Man wird nicht angehalten werden, wenn man sie ohne Zusatzbeleuchtung befährt. Da müsste man alle Radfahrer anhalten.

Anstiege in der Nähe: Col de Vars (2109 m), Ski- und Bergstation Risoul 1850 (15 km, über 1.000 Hm) u.a. Schlussanstieg vom Cyclosportive “La Risoul Vauban”

Möglichkeiten ohne Rad: Rafting, Kanufahrt an der Durance, Wandern, Besichtigung der Festung von Mont-Dauphin (Weltkulturerbe)

 Col de l'Izoardangekommen ...Blick auf die NordseiteAbfahrt nach BriançonCervières

 

6. Etappe: Bergankunft am Col d’Agnel

Kulinarische Empfehlung: Da wir den Campingplatz für diese Strecke nicht gewechselt hatten, will ich an dieser Stelle eine kulinarische Empfehlung mitteilen. Das Restaurant „Dedans Dehors“ sollte man bei einem Aufenthalt in Guillestre unbedingt aufgesucht haben. Das Restaurant befindet sich in einer umgebauten Scheune, welche sich in einer Nebenstraße befindet und nur zu Fuß erreichbar ist. Die Hauptspeisen und Nachttische sind ein Genuss. Eventuell muss man einen Tisch reservieren.

Strecke: Col d’Agnel – Wieder in Guilestre startend bin ich diesmal den gleichen Streckenabschnitt bis zum Einstieg zum Col de l’Izoard gefahren, um zum Col d’Agnel (2744 m) zu gelangen, der zugleich die Grenze zwischen Frankreich und Italien darstellt.  Nach dem Cime de la Bonette (2802 m) und dem Col d’Iseran (2764 m) ist der dritthöchste Anstieg in den französischen Alpen. Der 20,5 km lange Schlussanstieg weist eine durchschnittliche Steigung von 6,6% auf. Auf den letzten 5,5 km liegt jedoch die mittlere Steigung zwischen 8,7 und 9,5%. Auf den letzten beiden Kilometern wurde ich von zwei französischen Radprofis, darunter ein Cofidis-Fahrer, überholt.

 

Chateau-Ville-Vieille4 km bis zum Ziel ..."Dieser Weg wird kein leichter sein ..."Zwischen Frankreich und ItalienHoch, höher, Col d'Agnel

Ruhetag am Col du Lautaret (2068 m) und Col du Galibier (2645 m)

An meinem „Ruhetag“ sind wir mit dem Auto in Richtung  Chambéry  gefahren, wobei wir zwangsläufig am Col du Lautaret (2068 m) vorbeigekommen sind. . Im Jardin botanique alpin du Lautaret kann man Blütenpflanzen aus den verschiedenen, alpinen Regionen der Welt vor der Gletscherkulisse des “La Meije” (3983 m) betrachten.

Beim anschließenden Kaffeetrinken an der Passhöhe ist mir auch direkt ein Profi von „Omega Pharma – Lotto“ aufgefallen, der auf die Passstraße zum Col du Galibier (2645 m) eingebogen war. Nachdem wir unseren Kaffee ausgetrunken hatten, konnten wir ihn noch gerade vor der Passhöhe mit dem Auto abfangen. Das eindrucksvollste am Galibier war jedoch ein über 70-jähriger Rennradfahrer, der glücklich und stolz dort angekommen war. Den Radprofi hatten wir später im Tal der Arc wiedergesehen, als er uns kurz vor St-Jean-de-Maurienne auf der N6 entgegenkam.

Blick auf den "La Meije"Col du LautaretSpuren luxemburgischer RadsportfansRadprofi aus dem Blickwinkel eines Sportlichen LeitersCol du GalibierErfahrender Radsportler

 

7. Etappe: Mont du Chat (1504 m)

Campingplatz:  Le Mont Grèle – Der Campingplatz hat einen eigenen „Strand“ am Lac d’Aiguebelette, womit eine alternative Freizeitmöglichkeit vorhanden ist. Die sanitären Einrichtungen sind gepflegt. Der Sanitärbereich der Frauen wirkt wesentlich moderner. Des Weiteren steht den Campingplatzbewohnern eine Waschmaschine zur Verfügung. Der Campingplatz ist auch eine Anlaufstelle für Rennradfahrer.

Strecke: Westauffahrt zum Mont du Chat -Die Westauffahrt zum Mont du Chat (1504 m) gehört mit zu den schwersten Auffahrten in den französischen Voralpen. Ab der Abzweigung an der D921 weist die Beschilderung “Belvèdere du Mont du Chat” auf diesen 13 km angen Anstieg hin, der 1134 Höhenmeter aufweist. Der eigentliche Einstieg in diese Steigung erfolgt 8 km vor der Passhöhe auf 670m Höhe. Bei 834 Höhenmeter, die noch zu bewältigen sind, ergibt sich eine durchschnittliche Steigung von 10,4% (!). 3 und 2 km vor dem Gipfel beträgt die durchschnittliche Steigung bei 12%. Im Gegensatz zur Ostauffahrt ist die Westauffahrt bewaldet, was diese Anfahrt ein wenig angenehmer gestaltet. Die Ostauffahrt wurde bisher einmal 1974 bei Tour de France befahren. Der schnellste auf dem Gipfel war Raymond Poulidor.

Anstiege in der Nähe: mit dem Col du Chat (338 m) als Rundkurs möglich, Col de l’Epine (987 m), Col du Banchet (590 m),

Möglichkeiten ohne Rad: Schwimmen im See, Paragliding, Wandern in der Chartreuse, Besichtigung der Abtei von Hautecombe, Chambéry oder Aix-les-Bains
Abzweigung von der D921Einstieg in die Westauffahrtnoch 3 km ...noch 1 km und  8%? Wer's glaubt ...Mont du ChatBlick auf den Lac du Bourget

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