Helft! Wo und wie ihr könnt!

Altenahr – Dernau – Ahrtal – Kreuzweingarten – Steinbachtalsperre – Rheinbach – Heimerzheim: Welch schöne Erinnerungen haben wir hier von unserern zahlreichen Touren – wie oft sind wir hier durchgefahren, haben die herrliche Landschaft genossen, haben nette Menschen kennengelernt!
Und nun ist dort alles zerstört und die Menschen stehen vor dem Nichts!

Helft – wo und wie ihr könnt! Entweder tatkräftig vor Ort oder mit der Bereitstellung von Ressourcen, Unterkünften, Wissen – oder mit Spenden.

Einzelne Mitglieder sind schon in den letzten Tagen mit Sachspenden und persönlichem Einsatz vor Ort aktiv. Was in jedem Fall hilft, sind jetzt finanzielle Unterstützungen für den Wiederaufbau. Nach Diskussion und Abstimmung im Vorstand empfehlen wir individuell den Betroffenen mit einer Spende zu helfen. 

Hier eine gewiss unvollständige Zusammenstellung von Hilfemöglichkeiten:

Erinnerungen …

Neuer Guide beim RCB

Unsere Guide-Gruppe vergrößert sich: Wir begrüßen Katharina! Sie hatte bereits vor zwei Wochen ihre erste Tour mit einer der Gruppen absolviert, doch das schöne Wetter in dieser Woche war ideal für die traditionelle Übergabe der „gelben Ausstattung“: Trikot, Mütze und Armlinge.

RCB-Helme von Limar

Zum Restart nach der langen Pandemiezeit bietet der RCB seinen Mitgliedern ein besonderes Angebot an. Es können Helme der Firma Limar im RCB-Blau und mit RCB-Design bestellt werden!

Es handelt sich um den Helm LIMAR AIR MASTER, der aktuell vom World Tour Team „Astana – Premier Tech“ bei Giro d’Italia und Tour de France genutzt wird. Auch unser RCB Rennteam hat den Helm ausgiebig getestet – er sieht nicht nur gut aus, sondern schützt auch zuverlässig! Unser erster Vorsitzender Helmut ist ebenfalls sehr zufrieden mit Design, Sitz und Belüftung.

Die genaue Vorgehensweise und die Konditionen erfahren die Mitglieder in einer separaten Mail vom Vorstand.

RCB Rennteam: Saisonstart nach Maß!

Jörg auf dem improvisierten Podium 🙂

Jörg Winzen legte am Abend vor Fronleichnam bei einem Kriteriumsrennen in Baunatal einen perfekten Saisonstart für ihn persönlich, aber auch für das ganze RCB Rennteam hin und fuhr im Rennen der Senioren 3 direkt mal auf das Podium – dritter Platz im ersten Rennen in der neuen Altersklasse! Beim Blick auf die Ergebnisliste wird schnell klar, dass das Rennen stark besetzt war.

Herzlichen Glückwunsch an Jörg!

Fritzdorfer Windmühle

Von Angelique Kurkistaa-Kivi

Einrollen am Rhein, zwei Steigungen, schöne Abfahrten, 56 km, 520 Höhenmeter steht in der Streckenbeschreibung im RCB-Archiv. Was heißt das schon, denn so verlaufen doch viele der Touren beim RCB. „Einrollen, das kann viel bedeuten!“ sagt A., meine beste Freundin, die mich heute zu der Tour beim RCB mitgebracht hat. „Wenn die Gruppe groß ist gibt es schon nach den ersten 200 Metern auf der Rheinbrücke eine lange Kette und Du musst aufpassen, dass du nicht den Anschluss verlierst“. Na ja, das kann heiter werden. Also am besten nicht ganz hinten fahren, sondern ziemlich weit vorne. Der Guide scheint ja auch ein ganz Netter zu sein, und noch so jung!

„Sie fahren wieder durch die kleinen und engen Straßen in Plittersdorf, da musst Du aufpassen. Und dann schau mal in Godesberg, das sind echt fantastische Villen da.“ sagt A., aber ich kann sie kaum hören, ich muss hier wirklich aufpassen beim Fahren. Und jetzt sind wir direkt im Zentrum von Bad Godesberg, eine Ampel, noch eine Ampel, langsam fahren, noch eine Ampel, nur rechtzeitig aus dem Pedal kommen!

Da vorne gehts rechts ab, scheint eine Seitenstraße zu sein – o Gott, die ist ja richtig steil! „Schalte zurück!“ ruft A., dann höre ich sie noch über ihre eigene Schaltung fluchen, die gerade ziemlich gekracht hat. Das Geplauder in der Gruppe hört schlagartig auf. Der Guide mahnt zum gleichmäßigen Fahren, und das ist hier auch echt nötig, scheint ja überhaupt nicht aufzuhören! Schweinheim heißt das hier, passt irgendwie.

Endlich Wald, endlich flacher! Ein Parkplatz, wir werden langsamer, bleiben stehen, denn die Gruppe hat sich ziemlich in die Länge gezogen. Ein wenig stolz bin ich aber, die ganze Zeit konnte ich vorne bleiben. Und da kommt auch A., mit hochrotem Kopf. „Diese scheiß Schaltung!“ schimpft sie, „Jochen hat sie mir doch richtig eingestellt, sagt er – aber das war wohl nichts!“

Alle, oder die meisten scheinen wieder zu Atem gekommen zu sein. Wir fahren langsam los, und tatsächlich, die Unruhe vom Anfang scheint weg zu sein. Wir genießen die gute Luft, es wird wieder geplaudert, das lockere Dahinrollen macht jetzt wirklich Spaß. Das ist wohl dieser Kottenforst, von dem alle immer erzählen. Oder heisst der „Crossenforst“? Alles biegt nach links ab, einige Spaziergänger und Radfahrer scheint es hier auch zu geben. Villiprott erklärt A., die jetzt neben mir fährt. Nettes Dörfchen. Als wir aus dem Ort herauskommen zeigt der Guide auf einen Wald auf der anderen Seite des Tals. „Da müssen wir gleich hoch“ höre ich ihn rufen – und dann sehe ich dort auch eine Straße. Aha, ist das jetzt die zweite Steigung?

Erstmal geht es ein Stück runter. Das Schloß hier sieht interessant aus. Das Tor ist geöffnet und ich kann ganz kurz im Vorbeifahren den Innenhof sehen. Burg Gudenau sagt A., „da kann man seit einiger Zeit auch reingehen und sich alles anschauen“. Das ist doch ein Plan für eine gemütliche Tour für demnächst.

Ok, jetzt kommt die Steigung. „Freie Fahrt, aber oben auf die anderen warten!“ ruft der Guide, und als diese Jungs von hinten an mir vorbeischießen weiss ich, was gemeint ist. Tief gebeugt über dem Unterlenker liefern die sich doch tatsächlich einen Sprint! Na ja, sind auch auch knackige Typen. Wir dagegen fahren unser gleichmäßiges Tempo, orientieren uns am Guide. A. ist neben mir – und so geht es doch auch, schon sind wir oben, wiederum nicht an letzter Stelle der Gruppe. Die Jungs sind schon längst oben, fühlen sich wohl sehr cool, jetzt kommen sie uns auch noch entgegen, versuchen, nicht angestrengt auszusehen.

„Zweierreihe!“ höre ich von vorne – und schon rollen wir wieder, das wird ja richtig schnell! Schön im Windschatten bleiben, die Linie halten, super! Ein paar Häuser, Arzdorf lese ich noch kurz auf dem Ortsschild, gehört wohl alles zu Wachtberg. Freies Feld, wieder läuft es gut, jetzt Betonpflaster – „Hier ist Fritzdorf“ ruft der Guide, „bald kommt die nächste Steigung zur Mühle!“ Wir fahren links, wir fahren rechts, und da kommt sie auch schon. Wieder schön gleichmässig fahren, die Gruppe scheint zusammenzubleiben. Links und rechts blühende Obstbäume, weiter hinten und ein Stück weg viel Wald, davor ein tiefes Tal. „Von hier aus ist es nicht mehr weit ins Ahrtal, und von da aus könnten wir auch mal zur Hohen Acht fahren“ sagt A., die mit ihrem Jochen hier schon öfter unterwegs war.

„Gleich sind wir oben, und da seht ihr auch den Namensgeber unserer Tour – die Fritzdorfer Windmühle“ ruft der Guide. Wir bleiben stehen, ein bisschen stolz, dass wir auch diese Steigung so gut hochgekommen sind. Einer fragt jetzt nach „Biopause“ und ich sehe schnell, was damit gemeint ist, denn die Jungs stehen bereits hinten am Gebüsch. Und endlich auch mal Zeit, dass ich meinen Riegel esse. Beim Umschauen sehe ich ein Schild mit interessanten Fotos und Landkarten: Krönungsstraße. Das war hier im Mittelalter so eine Art Autobahn für den ganzen Handelsverkehr, ich lese, dass die Kaiser hier nach der Krönung in Frankfurt auf dem Weg nach Aachen durchkamen. Und heute ist es nur noch ein einfacher, einsamer Weg.

Dann den Berg runter – hier ist jetzt ist alles ganz neu: Werkshallen, darunter ein riesiger Block, ziemlich klobig in der schönen Landschaft. Ein großer Schriftzug: „Haribo“, offensichtlich die neue Produktion, nachdem sie aus Bonn weggegangen sind. Das sollte jetzt nicht mehr „Hans Riegel Bonn“ sondern Harigra heißen – „Hans Riegel Grafschaft“. Und links eine weitere Halle – „H&S Bike-Discount“ – also von hier kommen die Sachen, die ich bei denen bestelle!

Jetzt unter der Autobahn durch, ein paar Orte, ein paar Abzweigungen, ich kann nicht recht erkennen, wie das hier alles heisst. Die starken Jungs sind nach vorne gegangen, der Guide fährt in der zweiten Reihe, immer schön dran bleiben, ich muss mich kaum anstrengen, das ist wohl dieser Flow, von dem die Radfahrer immer reden. Ich schaue rüber zu A., denke an das ein oder andere – und jetzt nochmal Tempo und wir scheinen ewig lange runterzufahren!

Eine Kreuzung, Stopp. „So,“ lästert der Guide, „nach einer schönen Abfahrt kommt auch meistens ein schöner Anstieg.“ „Der Guide ist heute mal wieder ziemlich sarkastisch mit seinen Bemerkungen!“, sagt A. kurze Zeit später, als ich nun doch etwas hechelnd im Anstieg kämpfe. „Hier in Kirchdaun sind das stellenweise 7% Steigung, ich habe in Komoot nachgesehen. Aber oben wirds besser, wenn wir an die Straußenfarm kommen.“

Straußenfarm? Klingt interessant! Und tätsächlich sehe ich weit hinten einige dieser Riesenvögel stehen. Ein Frühstücksei von einem Vogel Strauß zu essen, das würde für die ganze Familie reichen.

„Die längsten Steigungen haben wir jetzt alle hinter uns – nun kommen nur noch ein paar kleinere Wellen“ ruft der Guide den Leuten zu, die jetzt nach und nach den Berg hinaufkommen. „Du mit Deinen Wellen, die Sprüche kennen wir doch!“ schimpft der letzte in der Gruppe. Aber die Stimmung in der Gruppe ist gut. Und die schönen Jungs stehen aber schon wieder betont locker herum, für sie scheint das alles easy zu sein. Gut, dass sie uns jetzt wieder von vorne den Windschatten geben.

Ein Stück durch einen Wald, wenn das hier die erwähnten Wellen sind kann es ruhig so weiter geben. Birresdorf, Abzweigung nach rechts, na ja, das hier ist für mich aber eine richtige Steigung! Dauert aber nicht lange. „Der höchste Punkt auf unserer Tour und ab hier sind wir wieder in Nordrhein-Westfalen.“ belehrt uns der Guide. Weiter Blick über die Landschaft – und da drüben sehe ich das Siebengebirge mit dem Petersberg.

Wir sind nun alle glücklich – es geht nur noch runter, und es rollt richtig gut. Eine Ampel, eine Hauptstraße, dann eine Landstraße über eine Art Hochebene. Unsere Lokomotiven vorne lassen sich nicht lumpen und ziehen die ganze Gruppe – schön für uns. Wenn wir nachher noch im Biergarten vorbeischauen, könnten wir ihnen dafür ja ein Bier ausgeben, wer weiss. Nun aber nochmal konzentrieren, denn der Guide ruft „Einerreihe und Abstand!“ – es wird schnell und wir brettern mit 45 km/h den Berg hinunter. Eine kurze „Welle“ – Linkskurve, scharf rechts und dann stehen wir alle an einer roten Ampel. Bonn!

Auch so kann es am Rheinufer manchmal aussehen. Januar 2018

Mit der frischen Luft scheint es vorbei zu sein, auch gibts viele Autos hier. „Das dauert aber nicht lange, und dann sind wir am Rhein.“ sagt A., ich sehe auch schon die Straße zur Fähre. Nun wird es wirklich locker, die einzige Herausforderung auf dem Weg am Rhein sind die vielen Leute auf Rädern und zu Fuß. „Geeegen!“ höre ich immer von vorne, also Gegenverkehr und Aufpassen, und auch keine Zweierreihe. Dabei wäre es doch schön, wenn ich mit dem Jungen da vorne ein wenig plaudern könnte. Aber es kommt ja noch der Biergarten.

Der Rheinauenpark, hier kenne ich mich wieder aus, die Brücke zurück zum Startpunkt. Wir bleiben kurz stehen, einige verabschieden sich. „Wer kommt noch mit zum Blauen Affen?“ fragt der Guide. Ich und A. sind natürlich dabei, das haben wir uns verdient. Und die Jungs kommen auch mit, sehr gut!

Ach ja, und dann noch die Sache mit den angeblich zwei Steigungen. Ich habe sechs gezählt…

Anmerkung des Redakteurs: Die Geschichte bezieht sich auf eine Tour, die vor langer Zeit gefahren wurde, damals, im Jahr Jahr 2019, also vor der Pandemie, als wir noch in Gruppen gefahren sind. Ihr könnt die Strecke natürlich auch mal alleine oder zu zweit fahren, hier ist der Link zu Komoot: https://www.komoot.de/tour/163033398?ref=wtd

Warum ausgerechnet Rübhausen?

Tatsächlich 62 Einwohner, sehenswert eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert („Quertennenscheune mit Krüppelwalmdach, auf der Giebelseite verputzt“) – so steht es zu lesen in Wikipedia über den netten kleinen Weiler südöstlich von Westerhausen. Im schönen Pleiser Land gibt es unzählige dieser kleinen Wohnplätze, alleine Königswinter hat ungefähr 80 Ortsteile!

Screenshot aus Strava

Aber habt ihr euch schon mal die Karte von Strava angeschaut? Wir erkennen: Köln, Bonn, Bad Godesberg, Sankt Augustin, also alles größere Orte, aber keine kleinen Dörfchen, außer eben: Rübhausen! Was mag der Grund für diese Hervorhebung sein? Die Strava-Entwicklerin in San Francisco, deren Eltern aus Rübhausen stammen? Der kalifonische Software-Milliardär mit Grundbesitz hier? Grundstücksspekulanten, die Käufer aus Dubai anlocken möchten? Oder gibt es Leute beim RCB, die mit ihren ständigen Posts in den sozialen Medien mit #Rübhausen eine Marke entwickeln wollen, dann den Rübhausen-Kaffee verkaufen und ein Café für Rad-Enthusiastinnen und Enthusiasten aufmachen werden (@8000watt und @roar.cc lassen grüßen…)? Oder ist es eben doch nur ein Fehler in der Codierung bei Mapbox?

Egal – Rübhausen ist immer eine Radtour wert. Lasst uns diese Woche doch einfach eine Rübhausen-Challenge starten: plant eine Tour mit Rennrad, Gravel oder MTB, schickt uns eure Fotos, Strava- oder Komoot-Links, oder auch eure Instagram-Posts an @radtreffcampusbonn! Ihr habt keine eigene Strecke? Kein Problem – diese Touren aus unserem Streckenarchiv führen durch Rübhausen. Und mit „Omloop Het Rübhausen“ geht es einen etwas wirren Verlauf kreuz und quer über alle nur denkbaren Wege rund um den Ort.

Viel Spaß!