Warum ausgerechnet Rübhausen?

Tatsächlich 62 Einwohner, sehenswert eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert („Quertennenscheune mit Krüppelwalmdach, auf der Giebelseite verputzt“) – so steht es zu lesen in Wikipedia über den netten kleinen Weiler südöstlich von Westerhausen. Im schönen Pleiser Land gibt es unzählige dieser kleinen Wohnplätze, alleine Königswinter hat ungefähr 80 Ortsteile!

Screenshot aus Strava

Aber habt ihr euch schon mal die Karte von Strava angeschaut? Wir erkennen: Köln, Bonn, Bad Godesberg, Sankt Augustin, also alles größere Orte, aber keine kleinen Dörfchen, außer eben: Rübhausen! Was mag der Grund für diese Hervorhebung sein? Die Strava-Entwicklerin in San Francisco, deren Eltern aus Rübhausen stammen? Der kalifonische Software-Milliardär mit Grundbesitz hier? Grundstücksspekulanten, die Käufer aus Dubai anlocken möchten? Oder gibt es Leute beim RCB, die mit ihren ständigen Posts in den sozialen Medien mit #Rübhausen eine Marke entwickeln wollen, dann den Rübhausen-Kaffee verkaufen und ein Café für Rad-Enthusiastinnen und Enthusiasten aufmachen werden (@8000watt und @roar.cc lassen grüßen…)? Oder ist es eben doch nur ein Fehler in der Codierung bei Mapbox?

Egal – Rübhausen ist immer eine Radtour wert. Lasst uns diese Woche doch einfach eine Rübhausen-Challenge starten: plant eine Tour mit Rennrad, Gravel oder MTB, schickt uns eure Fotos, Strava- oder Komoot-Links, oder auch eure Instagram-Posts an @radtreffcampusbonn! Ihr habt keine eigene Strecke? Kein Problem – diese Touren aus unserem Streckenarchiv führen durch Rübhausen. Und mit „Omloop Het Rübhausen“ geht es einen etwas wirren Verlauf kreuz und quer über alle nur denkbaren Wege rund um den Ort.

Viel Spaß!

RCB RTF abgesagt – aber fahren könnt ihr trotzdem!

Ihr wisst es sicher schon – wir mussten auch unsere diesjährige, ursprünglich für den Muttertag (9. Mai) geplante RTF absagen, wie wohl die meisten Vereine.

Aber:

Ihr könnt natürlich gerne unsere Strecken ausprobieren (allein, zu zweit – aber bitte nicht in Gruppen). Startet zu einem beliebigen Zeitpunkt – und es muss nicht unbedingt die Marktschule in Beuel-Pützchen sein. Hier sind die Tracks in Komoot, so wie wir sie bereits für 2020 geplant hatten:

  • RTF Kurz (42 km/530 Hm)
  • RTF Mittel (73 km/810 Hm)
  • RTF Lang (116 km/1760 Hm)

Damit wir uns alle gemeinsam freuen können: Macht unterwegs Fotos von allem, was euch gefällt. Postet, was das Zeug hält – in Facebook, in Instagram, in Strava, in Komoot – nennt unseren Insta-Account 
@radtreffcampusbonn und ein paar nette Hashtags, z.B. #rcblove oder #venga!

Viel Spaß – und bleibt gesund!

Kochenbach und das Trikot aus den 80ern

Was man auf einer Ausfahrt so alles erleben kann.

Foto: Thomas Schmidt

Soll ich heute mal diese Kochenbach-Strecke mitfahren? Die RCB-Leute schreiben etwas von „abwechslungsreicher Strecke“ – aber wie, nur 45 km, aber 650 Höhenmeter? Und dann auch noch Gruppe 2 Pace! Das ist doch wieder so eine dieser Auf- und Ab-Strecken, die dieser Ober-Guide Thomas gebaut hat, als wenn wir hier unbedingt Flandern spielen müssten! Fehlt nur noch, dass er wieder von Kopfsteinpflaster schwärmt.

Schon wieder stehen so viele Leute am Campus, und alle so jung – die fahren in ihrem jugendlichen Überschwang gleich voll los und der Guide meint, der dürfe sie nicht aufhalten. Mal sehen.

Aha, sieben Leute in der Gruppe, zwei davon haben keine rasierten Beine. Und der eine mit seinem komischen 80er Jahre Trikot. „PDM“. Und einem Stahlrahmen. Da kann ich doch locker mithalten, wahrscheinlich bin ich der Stärkste am Berg. Der Guide erzählt noch irgendwas von vorsichtig fahren und das letzte Drittel nicht unterschätzen – ich brauche diese Erzählungen nicht!

Schießbergweg, Küdinghoven an der Kirche vorbei, kenne ich! Ich bleibe ganz locker. Immer diese alten Schienen mitten auf der Straße in Pützchen, und genau da muss man scharf nach rechts abbiegen. Vorne wird locker geplaudert. Ich bin hier hinten alleine, klar, ungerade Gruppengröße. Jetzt diese Straße, die wir sonst immer hochfahren, aber wir warten, da geht es jetzt wohl gerade aus, gottseidank, nicht gleich den Berg hoch! Ist doch ganz nett hier, direkt am Wald entlang zu fahren. Da vorne das Wohngebiet ist auch schön gemütlich, amerikanisch aussehendes Haus im Wald. Holzlar – die werden doch jetzt nicht diese „Hölle von Roleber“ hochfahren? Ein Scheiß-Ding ist das! Ich will hier nicht die Deutsche Meisterschaft fahren! Ach, nein – sie biegen links ab. Geht zwar auch hoch, aber nicht so steil. Puh – jetzt komme ich doch schon ins Keuchen! Und ich bin ganz hinten – hoffentlich werde ich hier nicht abgehängt! Ich ziehe das jetzt durch, da vorne wirds auch schon wieder flacher!

„Hoholz, da rollt’s“ höre ich mich rufen. Der Spruch ist zwar blöd, aber irgendwie muss ich mit der Gruppe mal ins Gespräch kommen. Zustimmung vorne, und der Guide lässt es auch locker rollen, offenbar war ich nicht der einzige, der vorhin ins Hecheln gekommen ist. Und tatsächlich: es geht wieder runter! Schöne Aussicht hier, da oben die Kirche kenne ich, Rott heißt das Dorf. Aber da hoch? Glaub ich nich!

Pleistalstraße, ziemlich viele Autos hier unterwegs. Gut, dass sie auf dem Radweg bleiben. Der Guide fuchtelt herum und ruft etwas von Wechseln, will wohl auch nicht die ganze Zeit hier im Gegenwind fahren. Also zwei Reihen vor, neben mir ist jetzt der Typ mit dem komischen Trikot. „Hallo“ – „Hi“. Das Rad hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel, und diese Übersetzung! Das sind doch nur sieben Gänge, sieht nach einem 23er Ritzel aus. Wie der das alles wegdrückt!

Uthweiler – ging da nicht mal der Bonn-Triathlon hoch? Ja, da vorne, der Guide schaut sich etwas nervös um und fuchtelt mit dem linken Arm. Ist auch nicht so einfach mit dem Linksabbiegen und den schnellen Autos. Geschafft! Pferdekoppel rechts, hier scheint es ruhiger zu werden. Was? Die fahren nicht die Tria-Strecke weiter, sondern biegen rechts ab – Mann, schnell zurückschalten, das ist jetzt aber heftig! Und wie sich das hoch weiter zieht! Jetzt geht der Trikot-Typ doch tatsächlich nach vorne, locker und gleichmäßig, noch nicht mal mit dem letzten Ritzel! Bin ich gleich abgehängt? Nein, auch die anderen sind wieder am Keuchen, auch der Guide. Er ruft etwas von „oben warten“, und schon hängt er ganz hinten. Der Trikot-Typ ist schon oben – und jetzt kommt er uns wieder entgegen, gibt sich betont locker und ruft mir zu: „Gleich bist Du oben, schön gleichmäßig weiterfahren!“ Klugscheißer!

Westerhausen. Das scheint vorläufig der höchste Punkt zu sein, endlich. Keine Tempoverschärfung, die sind wohl alle etwas platt. Schönes kleines Sträßchen hier. „Rübhausen“ lese ich auf dem Schild. Bonn, Siegburg, Hennef – und Rübhausen, so stehts doch in der Strava-Karte. Eigenartig, das ist doch nur ein winziger Weiler! Die Wellen hier machen Spaß, und die Gruppe läuft gut. Jetzt gehts auch wieder ein wenig runter.

Sand. Dass man an diesen Landstraßen immer so lange zum Überqueren warten muss. Na ja, Feierabend-Verkehr. Bei uns scheints auf einer ruhigen Straße weiterzugehen, schön, da vorne das scheint Berghausen zu sein. Hier ein Häuschen besitzen und die Abendsonne genießen! Der Guide hält an, zeigt an den Horizont nach Norden. Tatsächlich – da hinten ist der Kölner Dom zu sehen! Und hier drüben das Siebengebirge, der Große Oelberg. Echt schön hier, und nicht weit weg von Bonn.

Hühnerberg, Quirrenbach – eigenartige Ortsnamen. „Was ist das denn für ein Förderband?“ frage ich den Guide. Er zeigt auf den Berg links von uns, es sei einer der letzten aktiven Steinbrüche im Siebengebirge, das Förderband geht nach unten zur Aufbereitungs- und Verladestation. Überhaupt sei hier früher alles auf die Steinbrüche ausgerichtet gewesen, es habe sogar eine Schmalspurbahn bis nach Rostingen gegeben, der Ort, der weiter vorne liegt. Der Guide scheint so ein Geschichtsfreak zu sein, mir ist das alles zu viel an Details, ich muss mich jetzt auf die Abfahrt da vorne konzentrieren! Ah – Kochenbacher Straße.

Kochenbach – war das alles, nur die paar Häuser? Und schon wieder den Berg hoch, verdammt! Der Guide ruft etwas unverständliches, klingt wie „Freie Fahrt!“ Und wieder ist der Trikot-Typ vorne. Dem zeige ich es jetzt mal, egal! Warum bin ich immer noch auf dem großen Blatt? Schalten!!! So, jetzt aber. Das zieht sich ja ewig, aber der mit seinem 23er kommt wohl auch an seine Grenzen. Ich komme näher, überhole noch einige aus der Gruppe, jetzt nur noch er. Da vorne sind Häuser – Aegidienberg? Rechts – links, jetzt kriege ich ihn! Geschafft! Leichtes Triumphgefühl. Aber was ist das – es geht immer noch weiter, wir sind noch nicht oben. Ohne mich eines Blickes zu würdigen fährt er weiter, und ich glaube einfach stehen zu bleiben, Mensch, schmecke ich Blut aus der Lunge? Jetzt lieber mal langsam machen. Die anderen sind ja noch hinten. Jetzt kommt die Hauptstraße. Wir bleiben stehen. Alle keuchen…

Wieder einige Autos, ein Penny-Markt. Habe ich da nicht mal gestanden und meinen Nachbarn angefeuert, als er von da unten beim Bonn-Triathlon hochgekeucht kam? Wir fahren jetzt runter – boah, das wird aber schnell. Und der Trikot-Typ ist wieder vorne. Kein Wunder, vorne 52-42 und hinten wohl 13, der tritt voll rein! Schöne Ecke hier, scheint das Logebachtal zu sein, aber ich muss aufpassen, Kurve rechts, Kurve links – das wars, der Schwung ist weg, schon wieder wird es zäh. Die Tria-Leute fluchen hier bestimmt auch. Kreisverkehr, da komme ich doch immer mit dem Auto durch – Ittenbach, der ganze Verkehr zur Autobahn. Die Gruppe fährt aber gerade aus, es wird gleich wieder ruhiger. Ganz nett hier, so kleine Ortsteile. Da, am Oelberg scheint es jetzt hoch zu gehen, heißt ja auch so: Oelbergring. Auch eine nette Wohngegend. Verdammt, jetzt zieht plötzlich dieser Lutscher durch, der die ganze Zeit so unauffällig mitgefahren ist. Nicht mit mir, Du Bürschchen! Schön vorbeiziehen – geschafft!

Margarethenhöhe – von hier kann es nur noch runter gehen, und zwar ordenlich und lang. Eigentlich kann ich zufrieden sein, überall gut durchgekommen bis jetzt. Da brauche ich auch nicht mehr den Helden bei der Abfahrt zu spielen. Der Guide meint auch, dass wir hier vorsichtig runter fahren sollen, viel Verkehr. Oh – sind das schon 50 Sachen auf dem Garmin? Da vorne, ein Blitzer am Straßenrand, Tempo 30-Schild. Wäre doch witzig, hier einmal mit dem Rad geblitzt zu werden…

Königswinter, geile Abfahrt! Ampel, gerade noch den Stopp geschafft. Jetzt flach, und der Guide fährt locker. Neben mir der Trikot-Typ, meint, dass seine Campa Delta Bremsen doch etwas zu hart in der Abfahrt zugegriffen hätten. Jetzt sehe ich: Das ist ja wirklich ein echter Klassiker aus den 80ern: Stahlrahmen von Concorde, Campagnolo Record Gruppe, Mavic-Felgen. Alles super gepflegt. „Ein schönes Rad“ sage ich, „und das Trikot ist wohl auch aus der Zeit, oder?“ Und dann kommt er ins Erzählen: Wie er in seiner Studentenzeit in den 80ern in der Pfalz beim „Grand Prix Weinstraße“ mit seiner Kamera am Start zwischen den Profis herumlief und seine Stars fotografierte, darunter die Leute der holländischen PDM-Mannschaft, Raúl Alcalá, Gert-Jan Theunisse und Sean Kelly. Und dass er vor einigen Jahren dieses sein Rennrad und einen kompletten Trikot-Satz in Holland gefunden habe – original von PDM 1989.

Wir sind zurück am Campus, fahren aber gleich weiter zum Blauen Affen – und dort reden wir beide noch den ganzen Abend über den Radsport der 80er.

Wollt ihr auch mal die Strecke ausprobieren? Hier auf Komoot sind die Details: https://www.komoot.de/tour/113320946?ref=wtd

Wo wir jetzt fahren würden

Frühling + Sonne = Bock auf Ausfahrten! Wir erinnern uns an unsere Gruppenausfahrten, damals, vor zwei Jahren. Klar ist, dass wir das vorläufig noch nicht wieder machen können. Schauen wir in unser Streckenarchiv, träumen wir davon, wie wir gemeinsam durch die Gegend gefahren sind …

Heute: Wahnbachtalsperre (kurz) – 64 km – 630 Höhenmeter: Verkürzte Variante der großen Tour, z.T. anspruchsvolle Steigungen, aber mit schöner Landschaft
Komoot-Link: https://www.komoot.de/tour/165052075?ref=wtd

Durch Beuel:
Auf unseren Standard-Weg durch die Wohnviertel und am Rhein entlang. Immer schön aufpassen wegen der vielen Fußgänger, vor allem am Rheindamm in Schwarzrheindorf.

Nicht zu vermeiden – die leidige Ampelkreuzung an der Autobahnausfahrt Bonn-Beuel:
Wieviele Stunden zusammengerechnet haben wir hier schon verbracht! Hier kommen Mengen von Radfahrenden zusammen, aber der Kfz-Verkehr dominiert alles. Es gibt leider keine echte Alternative.

An der Sieg entlang:
Auch hier kommen wir auf vielen unserer Touren durch. Zeit zum Plaudern, aber auch hier ist Vorsicht geboten: Fußgänger mit Hunden, entgegenkommende Radfahrer, das ganze Programm, typisch für das Umfeld einer Großstadt.

Siegburg – auf der Wahnbachtalstraße:
Ein Stückchen müssen wir durch den Ort am Gewerbegebiet vorbei fahren. Rechts von uns sehen wir kurz das Stauwehr auf der Sieg – das Wasser rauscht über die Felsen. Weiter unter der historischen Autobahnbrücke hindurch in Richtung Kaldauen. Fährt man alleine oder in kleiner Gruppe ist es besser, den Radweg zu nutzen, denn auf der Straße ist viel Autoverkehr.

Aufstieg zur Talsperre:
Endlich wird es ruhiger, und endlich können wir mit dem Klettern anfangen. Ein, zwei Kurven und schon sind wir an der Staumauer der Wahnbachtalsperre angelangt – beeindruckender Ausblick. Unsere Gruppen kennen das schon und sie nehmen ambitioniert den kurzen, knackigen Anstieg zum Gut Umschoß. Ganz schnell ist hier eine Gruppe aufgelöst, deshalb: oben bitte warten!

Locker fahren: durch den Wald nach Heide:
Eine Kastanienbaumallee, ein ruhiges Sträßchen durch den Wald, vorbei an den Gebäuden des Wahnbachtalsperrenverbandes. Zeit zum Erholen, die Gruppe neu formieren. Vorne an der Bundesstraße ist viel los, die Querungshilfe macht deshalb Sinn.

Tempo – hinunter zum Jabach:
Eine Welle nach Inger und dann auf der breiten Landstraße bergab. Hier macht das Fahren Spaß und man kann ziemlich schnell werden. Unten an der breiten Jabachstraße Stopp und Sammeln, denn nun geht es zweieinhalb Kilometer bergauf, gegen Ende mit 6% Steigung, auf der man sich schön platt fahren kann. Nicht gerade der schönste Streckenabschnitt: viel Verkehr, wir bleiben auf dem breiten Seitenstreifen.

Hart hinauf nach Neunkirchen:
Einmal kurz noch die schnelle Abfahrt hinunter zum Wahnbachtal genießen, dann scharf rechts und gleich wieder links – und wir haben die Rampe vor uns. Ein knallhartes Ding, nur 1,2 km lang, aber zwischen 6 und 11% steil. Hier zeigt sich, wer wirklich etwas drauf hat.

Flow bis nach Happerschoss:
Auf dem Höhenzug zwischen Wahnbach- und Bröhltal lässt es sich zügig fahren. Es gibt einige Wellen und es ist ein Spaß, sie schön hart mit dem großen Blatt durchzuziehen, am besten in einer gut aufeinander eingespielten Gruppe. Nach ca. 5,8 km sind wird in Happerschoss. Normalerweise geht es hier noch ein Stück geradeaus weiter und dann durch den Wald in scharfen Serpentinen hinunter ins Siegtal, aber derzeit (April 2021) ist der Abschnitt gesperrt – wir hoffen auf eine neu und schön ausgebaute Straße. Wir folgen nach links abbiegend der Umleitungs-Beschilderung, genießen die schnelle Abfahrt (so der Umleitungsverkehr es zulässt) und kommen auf die Bröhltalstraße. Das ist leider auch wieder so ein Stück, das man normalerweise meiden sollte. Von hier bis nach Hennef hinein müssen wir uns durch den heftigen Autoverkehr bewegen.

Hinauf nach Rott:
Ein kurzes Stück ins Hanfbachtal hinein und wir nehmen die nächste Steigung in Angriff. Entweder erfreut, dass es nun nicht mehr so weit bis ins Ziel ist, oder bereits mit schweren Beinen, je nachdem. Es empfiehlt sich, die Kräfte einzuteilen, denn auf halbem Weg zwischen Hennef und Söven sind in Wippenhohn zwei Serpentinen zu bewältigen – hier entstehen sehr schnell die Abstände in den Gruppen. Deshalb: oben am Ortseingang von Söven schön warten!

Nun ist es an der Zeit, den Kopf zu heben und die Aussicht zu genießen. Zwischen Söven und Rott sehen wir das Siebengebirge mit dem alles dominierenden Großen Oelberg und ein Stück weiter, kurz nach Rott können wir bis nach Köln sehen. Allerdings nur kurz, denn es geht sofort wieder den Berg runter, auch wieder schnell und herausfordernd. Vor der Verkehrsinsel bitte langsamer werden!

Letzter Anstieg – Hoholz:
Ein Stück müssen wir leider wieder auf einer oft verkehrsreichen Landstraße fahren, bis wir in Birlinghoven unseren letzten Anstieg in Richtung Hoholz nehmen. Das ist auch wieder ein Berg für kleine Fights in der Gruppe. In der unteren Hälfte tut man noch so, als wenn man brav in der Gruppe bleiben will, aber im letzten Abschnitt gibt es oft kein Halten mehr: Bergauf-Sprint bis zum Ortsschild (oder noch ein Stück weiter bis zur Einmündung). Dort bleiben wir stehen, bringen unseren Atem wieder zur Ruhe, damit wir mit einem möglichst entspannt und aufmunternd wirkenden Spruch die erschöpften Nachzügler empfangen können.

Hinunter zum Campus:
Flach über die Felder, durch Niederholtorf und am neuen Kreisverkehr durch den Wald hinunter auf der Oberkasseler Straße. Hier aber bitte nicht übermütig werden! Die Straßenoberfläche lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig und an der Einfahrt von der Autobahn sehen wir ganz plötzlich Autos vor uns. Und außerdem ist unten in Ramersdorf Tempo 30 angesagt …

Gerne nehmen die Leute aus unserer Gruppen am Kreisverkehr den direkten Weg geradeaus zum Campus, aber eigentlich ist dieser Abschnitt für Fahrräder gesperrt (die Folge eines tödlichen Unfalls vor einigen Jahren). Also: entweder auf den Radweg links ausweichen oder wie im Track den kleinen Umweg am Kameha-Hotel nehmen. Von hier aus kann man dann auch gleich zur Rheinaue abbiegen – der Biergarten „Blauer Affe“ wartet…

Bericht vom Wintertraining 2020/2021

Einfach drauf los fahren oder strukturiertes Training?

Beim Radsport gibt es zahlreiche Optionen dem schönen Hobby nachzugehen. Für Alle die bisher noch keine Berührung mit gezieltem Training hatten gab es beim RCB in diesem Winter die Möglichkeit das zu ändern. Die Idee für ein angeleitetes Wintertraining ergab sich spontan im Januar und wurde dann recht zeitnah umgesetzt. Aufgrund der Witterung und Ausführung der Trainingssessions war die Indoortraining-Plattform „Zwift“ recht schnell gesetzt. Das Programm richtete sich an Vereinsmitglieder*innen die bisher noch kein gezieltes Training absolviert haben. Nach einer virtuellen Infoveranstaltung fanden sich 8 RCB’ler*innen zusammen. Zwift bietet einen 6 wöchigen Trainingsplan um die „FTP“ zu steigern, das sollte das Programm werden. Zeitlich wurden dafür etwa 6 Stunden Training pro Woche angepeilt und es galt den Plan möglichst einzuhalten. Auch das „nicht fahren“ sollte ein wichtiger Input für die Teilnehmenden sein, denn Regeneration gehört genauso zu einem erfolgreichen Training wie das Fahren selbst. Generell haben wir den Ansatz des „Polarized Training“ vermittelt. Kurz gesagt bedeutet dies „fahre entweder locker oder hart“, kein „Halbgas“ das nur ermüdet und es werden keine richtigen Reize gesetzt. 

Für die Teilnahme waren also ein Zwift-Account und möglichst ein „Smarttrainer“ notwendig, der dem Fahrenden je nach vorgegebenem Intervall die korrekte Wattzahl abverlangt. Die korrekten Trainingszonen wurden im Rahmen eines FTP-Stufentests festgelegt. Dies stellte gleichzeitig den Ausgangswert für die individuelle Leistung dar, der nach Beendigung des Tests idealerweise höher ausfallen sollte (gleichbedeutend mit einer Leistungssteigerung und einem erfolgreichen Training). Die einzelnen Trainings pro Woche konnten relativ flexibel auf die passenden Tage gelegt werden, der Alltag muss ja schließlich auch noch bewältigt werden. Hierzu gab es Tipps welche Kombination Sinn macht und welche eher vermieden werden sollte. Neben dem Radtraining gab es optional noch die Möglichkeit an den Ruhetagen mittels Coretraining (Blackroll) die oft vernachlässigten Körperpartien/Muskulaturen zu stärken.

—12% mehr Power und viele neue Erkenntnisse zum strukturierten Training—

Jede Woche gab es Informationen zum anstehenden Trainingsblock und Tipps zum generellen Training. Fragen konnten per Mail platziert werden oder mittels einer FAQ Liste beantwortet werden.  Neben den reinen Trainings- und Technikfragen gab es dann aber (recht spontan) noch weitere Themen die uns und die Trainingsgruppe beschäftigten. Daher haben wir uns regelmäßig zu virtuellen Stammtischen verabredet und Dinge wie „Gibt es die optimale Trittfrequenz?“, „Ernährung und Hydration während des Trainings“ oder „Wie trainiere ich draußen weiter?“ besprochen. Ebenfalls wurden die individuellen Fortschritte und Erkenntnisse diskutiert sodass alle etwas mitnehmen konnten.

Am Ende des Trainingsblocks stand wieder ein FTP-Test an um die Erfolge des Trainings zu messen und sichtbar zu machen. Wir freuen uns, dass sich alle verbessern konnten und das im Schnitt um beachtliche 12%. Das Feedback war durchweg positiv und die gewonnenen Erkenntnisse zum strukturierten Training zeigen neue Optionen auf, wie man sich verbessern und vielleicht neue Ziele ins Auge fassen kann. Letztendlich bedeutet ein mehr an Leistung auch ein entspannteres fahren bei der nächsten RTF oder am nächsten Berg, wenn nicht gerade die eigene Bestzeit geschlagen werden will. Wir als „Trainerteam“ hatten viel Spaß mit der Trainingsgruppe, eine Wiederholung für den Winter 2021/2022 ist fest eingeplant. Diesmal dann hoffentlich mit einem persönlichen „real life” Austausch ohne Corona, auch wenn die Google Meetings immer gut geklappt haben!

Stimmen aus der Trainingsgruppe:

Iris: „Ich habe mich dieses Jahr beim RCB Wintertraining angemeldet, da ich sehr gerne zwifte. Dieses strukturierte Training war absolutes Neuland für mich, fahre ich doch sonst immer der Nase nach. Für Wattwerte und Trainingszonen habe ich mich nicht interessiert. Nach einem FTP Test wurde der Trainingsplan bei Zwift gestartet und es wurde sechs Wochen nach Plan gefahren. Stefan und Norman schickten viele Infos zum Thema Trittfrequenz, Ernährung und mehr. Unsere Fragen wurden immer sofort beantwortet. Über Google Meet gab es die Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern. Am Ende gab es wieder einen FTP Test, der zeigte, dass das Training erfolgreich war. Jetzt heißt es das gelernte auf der Straße umzusetzen. Aber auch dazu gab es wertvolle Tipps. Das Training hat mir viel Spaß gemacht und mich sehr motiviert. Stefan und Norman haben uns sehr gut begleitet und ihr Wissen mit uns geteilt. Das Training kann ich absolut weiterempfehlen.“

Doro: „Jede/r konnte für sich besser werden. Die wöchentlichen Infos und der Austausch in unserer Trainingsgruppe haben mich sehr motiviert. Danke an Norman und Stefan für Ihre starke Betreuung!“

Matthias: „…der Einblick und das Bewusstsein für das Polarized Training war sehr hilfreich.“

Daniela: „Das Training hat sich definitiv gelohnt und hat richtig Spaß gemacht. Zudem habe ich eine Menge dazugelernt. Vielen Dank für Eure großartige Unterstützung Norman und Stefan, echt Klasse!!!“

Stefan, Norman – vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

Unsere RCB-Strecken. Heute: Gravel im Lauterbach- und im Logebachtal

Graveln ist am schönsten auf Feldwegen mit Blicken in die weite Landschaft. Die heutige Strecke führt uns in die Gegend westlich des Siebengebirges in das Pleiser Land. Ihr findet sie – wie auch alle unsere qualitätsgeprüften Touren im Archiv auf unserer Webseite.

48 km – 750 Höhenmeter – 48% Gravel – Komoot-Link: https://www.komoot.de/tour/313012168?ref=wtd

Logebachtal: Alte und neue Autobahnbrücke, dahinter die ICE-Brücke

Wie immer starten wir am Telekom Campus in Ramersdorf. Über den Schießbergweg und durch die kleinen Gassen im Dorf geht es hinauf am Ankerbachtal entlang bis nach Niederholtdorf. Am Ortsrand vorbei nach Oberholtdorf (sehenswert: Reste einer fränkischen Saalkirche aus dem 8. Jahrhundert) und über die Hochfläche mit ihren schönen Aussichten nach allen Seiten nach Vinxel und Oelinghoven.

Im Lauterbachtal

Nun sind wir im Lauterbachtal angelangt und wir beginnen den ca. 8 km langen Aufstieg mit insgesamt 250 Höhenmetern. Zunächst auf einem gut ausgebauten Schotterweg durch das Tal, vorbei an einer der im Siebengebirge mehrfach vorkommenden „Ofenkaulen“ (unterirdische Steinbrüche für Steine zur Herstellung von Backöfen), dann durch die Gassen von Heisterbacherrott und Thomasberg und anschließend durch den Wald zum Kleinen Oelberg (332 m ü. NHN). Der kleine Bruder des Großen Oelbergs ist ein unscheinbarer Nebengipfel und bei weitem nicht so anspruchsvoll zu befahren. Wir kommen auf den Oelbergring in Ittenbach, Gelegenheit für eine schöne Aussicht über das Pleiser Land – oder für einen kleinen Bergsprint Richtung Margarethenhöhe.

An der Margarethenhöhe ist meistens viel los: Die Kreuzung über die vielbefahrene Landstraße zur Autobahn, die Wanderparkplätze und die Gaststätte – und die Spaziergänger, die manchmal nicht nachvollziehen können, dass das Radfahren im Siebengebirge durchaus erlaubt ist – auf den „gelben“ Wegen, genau wie wir es hier machen. Ein Stück weiter hinauf, vorbei an den Luxusvillen oberhalb von Ittenbach, dann am höchsten Punkt links auf einem unauffällig wirkenden Waldweg. Das ist der sog. Stellweg, über den man über den gesamten Höhenzug weiterfahren könnte bis zur Wied. Wir genießen 3,5 km Abfahrt (kann sehr schnell werden) und biegen anschließend nach links ab ins Logebachtal. Es handelt sich um den Oberlauf des Pleisbaches, eigenartigerweise mit anderem Namen. Der Name ist uns bekannt von der gleichnamigen Raststätte an der BAB 3, nun unterqueren wir die Autobahn durch die eindrucksvolle Rundbogenbrücke aus dem Jahre 1937, davor auch die mächtige Brücke der ICE-Strecke.

Ein Stück weiter kommen wir zur Landstraße von Aegidienberg nach Oberpleis, bekannt vom Bonn-Triathlon, der wir bis zu den Häusern von Nonnenberg ein Stück folgen. Nach rechts verlassen wir die Straße, fahren ein Stück auf einem schönen Schotterweg am Pleisbach entlang, kommen durch einen kleinen Tunnel an den Ortsrand von Oberpleis. Gegenüber dem Restaurant „Zum Ännchen“ links kurz und knackig auf einem an Flandern erinnernden Weg hoch zum Schulzentrum/Sportplatz, dann durch den Ort hinunter und gegenüber wieder steil bergan zum Hartenberg. Oben angekommen kann man die schöne Aussicht aufs Siebengebirge und manchmal sogar bis nach Köln genießen.

Hartenberg: Blick zum Großen Oelberg und zur Kapelle

Jetzt wieder hinunter, unten ein meist matschiger Weg, beliebt bei Pferdehaltern, dann noch nach Bockeroth und an der westlichen Flanke des Pleistales bis nach Dambroich. Dort ein Stück entlang der stark befahrenen Landstraße unter Autobahn und ICE-Strecke durch (Radweg empfohlen), am Rand von Birlinghoven in den Wald und auf einer schnurgeraden alten Straße hinauf durch den Wald zum Schloss Birlinghoven (Fraunhofer-Institut). Ein Stück flach zwischen Feld und Golfplatz, auf Pfaden durch ein Wändchen nach Heidebergen und Holzlar.

Fahrtechnik üben auf der Rundstrecke am alten Ennert-Sportplatz

Ein letzter, kleiner Anstieg auf den Ennert, vorbei an dem alten Sportplatz (gut geeignet als Gravel-Rundstrecke) – und schon erreichen wir wieder Küdinghoven und den Campus.

Unsere RCB-Strecken. Heute: Graveln mit Aussicht

Und es geht weiter mit einigen Eindrücken zu den neuen Gravel-Strecken in unserem Archiv. Nachdem wir in der vergangenen Woche gleich ganz hoch ins Siebengebirge auf den Großen Oelberg gefahren sind werden wir uns heute einige weitere der zahlreichen schönen Highlights im Siebengebirge anschauen – und wir bleiben damit wiederum auf den „braven“ gelben, fürs Radfahren zugelassenen Wegen:

35 km – 740 Höhenmeter – 55% Gravel – Komoot-Link: https://www.komoot.de/tour/307630742?ref=wtd

Skywalk Rabenlay

Vom Campus aus fahren wir zunächst wieder an den Gärten unterhalb von Ramersdorf vorbei und unterqueren die Autobahn. Noch kurz durch ein Wohngebiet, dann beginnt das Klettern. Einmal über die Brücke der A59 und dann in der Nähe der beiden im Wald versteckten Oberkasseler Seen (Blauer See, Dornhecken- und Märchensee, alles Relikte des einstmals umfangreichen Steinbruchs unterhalb des Röckesberges). Oben angekommen gibt es noch einige leichtere Wellen, aber wir können bereits von den extra angelegten Aussichtspunkten über das Rheintal schauen. Am höchsten Punkt, dem Kuckstein befindet sich die vor einigen Jahrgen eigens angelegte „Skywalk Rabenlay“: Ein über die Abbruchkante des alten Steinbruchkante hinausragender Steg, der einen atemberaubenden Blick über die weite Landschauft und hinunter in den Steinbruch bietet.

Weiter geht es auf weitgehend gleichem Level zum höchsten Punkt der Stadt Bonn, dem Paffelsberg (195,3 m ü. NHN), einer kaum wahrnehmbaren Erhebung im Gelände. Wir überqueren die Landstraße in der Nähe von Vinxel und fahren bald darauf hinunter in Richtung einer weiteren Landstraße. Nun kommen wir in die in den vergangenen Jahren regenerierte alte Kulturlandschaft rund um das ehemalige Zisterzienzerkloster Heisterbach (gegründet 1192). Ab jetzt wird wieder geklettert: 190 Höhenmeter über 3,7 km bis hinauf zum Petersberg (335,9 m ü. NHN). Das heutige für Steigenberger renovierte große Luxushotel spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der alten Bundesrepublik. Wir genießen die grandiose Aussicht von der Terrasse aus (seit einigen Jahren mit Biergarten).

RCB-Gruppe 2019 auf dem Petersberg

Ein Stück fahren wir auf der gut ausgebauten Zufahrtsstraße hinunter (und bauen hoffentlich keinen Unfall wie Leonid Breschnew 1973 mit seinem Gastgeschenk, einem schicken Mercedes) und dann weiter auf dem Waldweg in Richtung Einkehrhaus und unterhalb des Großen Oelberges zur Margarethenhöhe (Achtung – rund um die dortigen Wanderparkplätze sind meist viele Spaziergänger unterwegs, die nicht unbedingt den Sinn der Radrouten im Siebengebirge nachvollziehen können). Von hier können wir zügig über ca. 3 km bergab rauschen (auch wieder: Vorsicht bei Fußgängern), bis zum Milchhäuschen (eine der schönsten Ausflugsgaststätten im Siebengebirge) und weiter, bis wir auf die Zufahrtsstraße zum Drachenfels treffen. Hier fahren zwar keine Autos, aber dafür sind an schönen Tagen um so mehr Menschen zu Fuß und auf Rädern unterwegs – also wiederum Vorsicht!

Jetzt folgt die letzte Steigung, die man auf Asphalt auch gerne richtig mit Power fahren kann. Oben angelangt können wir uns mit dem absoluten Aussichts-Highlight des Siebengebirges belohnen: der Drachenfels – der angeblich meist bestiegene Berg Europas (was für die meisten Leute recht einfach ist, fahren sie doch einfach mit der Drachenfelsbahn hinauf. Die Aussichtsplattform vorne über dem uralten Steinbruch bietet weite Blicke auf das Rheintal, den Westerwald, die Eifel und hinunter auf Bad Honnef und Bonn. Wer noch die besondere Herausforderung sucht kann sich auf dem Fußweg bis ganz hinauf zur Ruine Burg Drachenfels fahren (oder schieben) – 320,7 m ü. NHN und damit 270 m über dem Rhein.

Ganz oben auf der Ruine Drachenfels
RCB-Gruppe im Sommer 2018 auf dem Drachenfels

Nun geht es bergab, zunächst ein Stück auf der gleichen Straße wie bei der Auffahrt, dann biegen wir nach links ab in Richtung Schloss Drachenburg (erbaut im Stil des Historismus 1884), kommen an dem auf der Höhe liegenden Lemmerz-Freibad vorbei, anschließend recht steil hinunter bis an den Ortsrand von Königswinter. Von hier könnte man locker am Rhein zurück fahren, aber wir wollen natürlich nochmal ein wenig klettern: Über einige kleine Wege gelangen wir zum Anstieg zum Jufa-Hotel. Nochmals hinunter auf der wenig befahrenen Zufahrtsstraße nach Oberdollendorf, dort durch den Ort bis zum Weinberg am Laurentiusberg. Dies ist die derzeit nördlichste Weinlage in Westdeutschland – wer weiß, vielleicht verlagert sich mit der Klimaerwärmung der Weinbau wieder weiter nach Norden… Ein letzter harter Anstieg – dann können wir unseren letzten Ausblick der Tour genießen: Weinreben, unten der zur Zeit leider geschlossene Weingut Sülz, Oberdollendorf und den Rhein. Zurück zum Startpunkt fahren wir zunächst durch den Wald, dann durch eine attraktive Wohnlage in Oberkassel. Geschichtsinteressierte können sich oberhalb des Sportplatzes in Oberkassel noch das Steiner Häuschen anschauen, die Reste einer mittelalterlichen Wohnanlage. In der Nähe wurden 1914 das Doppelgrab von Oberkassel entdeckt – eine Grablege aus der späten Eiszeit, sehr bedeutsam für die Forschung. Zurück zum Campus durch eine schön gelegene Wohnstraße und auf dem gleichen Weg wie bei der Abfahrt.

RCB mit eigenem Trikot unterwegs in Rouvy

Am 8. April hatten wir mit unserem Guide Florian Mösch zu zwei Touren in Rouvy eingeladen. Heute war ein besonderer Tag, denn es wurden unsere neuen virtuellen RCB-Trikots verteilt. Wir waren 8 Leute. Nach einer kurzen Aufwärm-Runde verteilte Florian die Trikots, danach fanden wir uns an der Startlinie der Tour of Slovenia wieder. Auf der Strecke ging es durch eine mediterrane Landschaft über zwei Anstiege und eine schöne lange Abfahrt. Es war auch recht kurzweilig, weil wir die ganze Zeit gemeinsam auf Google Meet zusammengeschaltet waren und miteinander plauderten. Florian wird in Zukunft noch weitere Touren anbieten, bei denen man sich das Trikot „verdienen kann“.

Unsere RCB-Strecken: Graveln im Siebengebirge

An Gruppenfahrten ist derzeit ja nicht zu denken, aber was spricht dagegen, alleine oder zu zweit eine Runde zu drehen. Viele von euch machen das auch schon lange. Aber wohin soll es gehen? Schaut doch einfach mal in unserem Streckenarchiv nach. Wir haben dort über die Jahre deutlich über hundert Rennrad-Touren für unsere Dienstags- und Donnerstagsausfahrten zusammengetragen. Alle sind qualitätsgeprüft. Im letzten Jahr wurden alle bei der Überführung von gpsies.com nach Komoot nochmals überarbeitet.

Immer mehr Leute fragen auch nach Gravel-Strecken. Aktuell haben wir deshalb auch begonnen, die „gelben“ Strecken im Siebengebirge zu erfassen. Die Parkverwaltung freut sich bekanntlich nicht über das „wilde“ Fahren im Siebengebirge. Die zugelassenen Strecken mit der gelben Pfeilmarkierung sind aber leider nur in einer unübersichtlichen Karte im PDF-Format beschrieben.

Für den legalen Gravel-Spaß im Siebengebirge stellen wir nun in loser Folge einige der neuen Touren vor.

Heute: „Graveln auf erlaubten Wegen zum Großen Oelberg“

Foto: Thomas Schmidt

31 km – 570 Höhenmeter – 55% Gravel – Komoot-Link: https://www.komoot.de/tour/315767879?ref=wtd

Vom unserem traditionellen Startpunkt, dem Telekom Campus in Ramersdorf aus fahren wir nach Osten auf den Schießbergweg und dann ein Stück an den Gärten eines Neubaugebietes vorbei, unterqueren die Autobahn und erreichen eine Straße mit schönen Fachwerkhäusern oberhalb von Oberkassel und erreichen nach leichten Steigungen den Weinberg in Oberdollendorf mit seiner schönen Aussicht über den Rhein. Zunächst etwas stärker ansteigend um die „Dollendorfer Hardt“ herum und dann hinunter bis kurz vor Kloster Heisterbach. Wir überqueren die Straße und nehmen den Anstieg am Weilberg (sehenswert: Steinbruch), überqueren nochmals die Landstraße und klettern hinauf zum Stenzelberg-Steinbruch (schöne Aussicht hinunter nach Bonn). Weiter an der Ausflugsgaststätte „Einkehrhaus“ vorbei bis zur Margarethenhöhe. Ab dort wird es endgültig steiler, denn es folgt der Anstieg zum Großen Oelberg (461 m ü. N.N.). Weite Aussichten nach allen Richtungen. Den gleichen Weg wieder hinunter zur Margarethenhöhe, dann am Fuß des Berges hinüber nach Heisterbacherrott. Ab hier fahren wir hinunter durch das schöne Lauterbachtal und erreichen Stieldorf. Ab jetzt geht es nochmal ein wenig hoch bis nach Oberholtorf. Nun haben wir nur noch die Abfahrt hinunter nach Ramersdorf und zum Campus vor uns.
Die Strecke verläuft im Naturschutzgebiet ausschließlich auf den für Radfahren zugelassenen Abschnitten.

OSTERN 2021